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Dorfgeschichte

Negenharrie im Bordesholmer Land

Die Gemeinde Negenharrie liegt am Rande des Dosenmoors. Dieses Naturschutzgebiet können Sie auf Wanderungen erkunden. Früher war der Torfabbau für die Beheizung der Bauernkaten unverzichtbar, heute darf sich das Hochmoor erholen. Vom Fasan bis zum Kiebitz, vom Kranich bis zum Wendehals, das Dosenmoor ist ein Eldorado für Vogelbeobachter. Laufen Sie über die Bohlenwege, können Sie fleischfressende Pflanzen wie den Sonnentau erspähen.

Die letzten Ausläufer des Schleswig-Holsteinischen Hügellandes finden sich hier. Endmoränen der Eiszeit werden im Südwesten von der Geest abgelöst, einem Geröll- und Sandgebiet, das ebenfalls durch Gletscher entstanden ist. Diese abwechslungsreiche Landschaft ist das große Plus der Gemeinde, die Sie auf Streifzügen zu Fuß, per Rad oder hoch zu Ross erkunden können.

Negenharrie taucht 1408 als „Kerstoffersharghe“ erstmals in den Urkunden auf. „-harghe“ bezeichnet im Altdänischen einen Hügel, doch „Hare“ bedeutet im Mittelhochdeutschen „Sumpfboden“: Ein Dorf auf einem Hügel oder am Sumpf mit neun Höfen, niederdeutsch „negen“! Im Ortsteil Fiefharrie gab es offensichtlich einst fünf, „fief“ Höfe. Eindrucksvolle Fachwerk- und Backsteinbauernhöfe aus dem 19. Jahrhundert geben dem Ortsbild bis heute ein ländliches Gepräge. Wenn Sie hierher kommen, ist es im Frühling am schönsten, denn dann blüht die uralte Lindenallee in Fiefharrie. Auch der mächtige Mühlenturm einer ehemaligen Windmühle steht hier.

In Negenharrie gibt es einen renommierten Gasthof. In festlichem Ambiente können Sie hier speisen. Außerdem ist im Dorf der Hof „TohuWaBohu“ angesiedelt, ein Mitmachbauernhof, der vor allem Ihre Kinder erfreuen dürfte. Spielerisch lernen und einfach mitmachen, das ist die Devise der pädagogischen Angebote des betreibenden Vereins. Ponys, Ziegen, Schweinchen, Kaninchen und Hühner leben in den Ställen, ein Bauern- und Obstgarten gibt es: ein echtes „Abenteuer Bauernhof“! Besonders spannend wird es im Juli, wenn das „Lalafestival“ steigt, auf dem Musik und Kunst geboten werden. Die Gemeinde hat 360 Einwohner, ist 6 Kilometer von Bordesholm und 13 Kilometer von Neumünster entfernt.