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Dorfgeschichte

Groß Buchwald im Bordesholmer Land

Die Gemeinde Groß Buchwald hat einen klangvollen Namen im heutigen Pferdesport. Auf verschiedenen Pferdehöfen werden hochklassige Holsteiner Reitpferde gezüchtet. Die Holsteiner werden für das Springreiten, das Vielseitigkeitsreiten und die Dressur eingesetzt. Aus den Gestüten vor Ort gingen einige namhafte Reit- und Dressurpferde hervor. Renommierte Reitvereine haben sich der Ausbildung und Förderung engagierter Reiter und Reiterinnen verschrieben, egal welchen Ausbildungsstandes und Alters.

Kein Wunder, dass sich die Gemarkung herrlich für Ausritte, Spaziergänge oder Radtouren eignet: Gemächlich streift die Eider das Gemeindegebiet. Das Tal der oberen Eider ist von idyllischen Landschaften wie Auen- und Buchenwäldern, Feuchtgebieten, Wiesen und Feldern geprägt. Etwas oberhalb des Ortes haben sich die Quellflüsse zur „trockenen“, Drögen Eider vereint, die nun allmählich an Fahrt und Wassermenge gewinnt. Die Gemeindegrenzen zwischen Bothkamp im Landkreis Plön, Bissee und Groß Buchwald werden von der Drögen Eider gebildet.

Hier wurden archäologische Funde gemacht, die aus der Bronzezeit stammen. Im Mittelalter hat man den Ort als Rundlingsdorf angelegt, was auf eine frühe slawische Besiedlung unter ansässiger Grundherrschaft hindeutet. Erstmals 1230 urkundlich erwähnt, war das Dorf seit 1392 im Besitz des Klosters Bordesholm. Von der Weltgeschichte berührt wurde der Ort im Jahre 1627, als Feldherr Albrecht von Wallenstein während des Dreißigjährigen Krieges Rendsburg belagerte. Groß Buchwald wurde damals besetzt. Bis 1970 war die Gemeinde Teil des Landkreises Plön, bevor sie zum Amt Bordesholm und damit zum Landkreis Rendsburg-Eckernförde kam.

Drei Buchen führt der Ort im Wappen. Die Eider ist als welliger Wasserlauf präsent, außerdem ein halbes Wagenrad, das die ländliche Prägung des Dorfes symbolisiert. Es hat heute knapp 350 Einwohner. Bordesholm, im Westen gelegen ist mit 4 Kilometern Entfernung sogar fußläufig zu erreichen. Dort gibt es eine ganze Bandbreite an Beherbergungs- und Einkehrmöglichkeiten und außerdem einen Bahnhof. Neumünster befindet sich 15 Kilometer südlich und kann auf Landstraßen oder auf der Autobahn angesteuert werden.