Erlebe echte norddeutsche Industriekultur
in Neumünster
Seit 1929 trägt Neumünster Fabrikschornsteine im Wappen. Denn die Stadt war stolz auf ihre Symbole von Kraft und Fortschritt. Mit der folgenden Weltwirtschaftskrise aber begann die industrielle Basis der Stadt zu bröckeln. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte sie zwar noch einmal einen großen Aufschwung. Doch insbesondere der Niedergang der Leder- und der Tuchindustrie in den 1960er Jahren beutelte Neumünster stark. In einem Jahrzehnt gingen mehr als 7.000 Arbeitsplätze in beiden Branchen verloren. Und die Stadt nahm mit einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent eine Spitzenstellung ein – der Durchschnitt in der Bundesrepublik Deutschland lag damals bei 0,9 Prozent. Ursache waren vor allem die hohen Arbeitskosten im Hochlohnland Deutschland. Heute ist Neumünster auch dank einer offensiven Ansiedlungspolitik dagegen wieder stark und vor allem krisenfester: ein vielfältiger Wirtschaftsstandort mit überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen – dank der verkehrsgünstigen Lage unverändert wichtig für die Logistikbranche.