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Die blaue Linie

Der etwas andere Weg durch Rendsburg

 

Auf der "blue line" können Besucher auf Entdeckungsreise gehen: Eine mit blauer Farbe aufs Pflaster gemalte Linie führt auf 3,2 Kilometern Länge durch die historische Stadt. Sie erkunden auf eigene Faust den „blauen Weg durch Rendsburg“ und lernen dabei 30 Kultureinrichtungen und Sehenswürdigkeiten kennen:

1.

Das Glockenspiel

am Alten Rathaus

Ab 10 Uhr ertönt alle zwei Stunden vom Glockenspiel des alten Rathauses eine alte Volksweise über den Altstädter Markt. 

2.

St. Marienkirche

Das älteste Bauwerk der Stadt

Die St. Marienkirche, das älteste Bauwerk der Stadt (1287), birgt im Innern eine herrliche Kanzel (1621), einen wunderschönen Altar (1649), 17 Epitaphien und viele Gemälde und Kunstwerke aus verschiedenen Jahrhunderten.

3.

Das Alte Rathaus

Das Alte Rathaus wurde in seiner ursprünglichen Form 1560 erbaut und gehört somit zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Der charakteristische Treppengiebel mit seinem modernen Glockenspiel wurde erst bei Restaurierungsarbeiten um die Jahrhundertwende geschaffen. Der historische Sitzungssaal sah im 16. Jahrhundert viele candtage, u.a. auch den vom 9. März 1542, auf dem die Reformation für die Herzogtümer beschlossen wurde.

Im historischen Rathaus trifft der Stadtrat noch heute die politischen Entscheidungen. Das Bürgermeisterzimmer mit der Vertäfelung von 1720 kann nur bei Stadtführungen besichtigt werden. Hier ist auch die Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal zu Haus.

4.

Es lohnt sich, aufmerksam den Spruch am historischen Giebel (1566) zu lesen.

5.

Schiffbrückenplatz

Der alte Hafen

Der Schiffbrückenplatz war bis 1893 Rendsburgs Hafen. Der Brunnen erinnert daran.

Heute ist es kaum mehr vorstellbar, dass der Schiffbrückenplatz ehemals eine Schiffsanlegestelle innerhalb der Rendsburger Festungswälle war. Sein Name erinnert an die mittelalterliche Gründung der Rendsburger Altstadt um 1100 auf drei Eider-Inseln. Durch die Zuschüttung der Schleuskuhlen und vor allem im Zuge der Schleifung der Rendsburger Festungsanlagen im 19. Jahrhundert, bei der das Material der Wälle in die alten Festungsgräben geschüttet wurde, verlandete Rendsburg zunehmend. Durch den Bau der Eiderkanals sowie des Nord-Ostsee-Kanals schließlich sank der Wasserspiegel um mehr als zwei Meter und alle Wasserläufe in der Altstadt trockneten aus. Heute erinnert nur noch der Stadtsee an die einstige Insellage Rendsburgs.

6.

Bronzemodell

Das Bronzemodell zeigt die Stadt mit der Umwallung in der Zeit um 1640.

7.

Schlossplatz

Auf dem Schlossplatz standen die Reinholdesburg (1199) und später das 1718 abgebrochene Schloss. Der Brunnen erinnert an das vom Grafen Gerhard III. bestätigte Stadtrecht.

Auf diesen Platz steht der Gerhardsbrunnen von 1881.
Es ist ein Gußwerk aus der Carlshütte im benachbarten Büdelsdorf zur Erinnerung an den Grafen Gerhard III., den Großen (auch der "de grote Gerd" genannt). Das 1339 schriftlich vorhandene Stadtrecht hat Rendsburg diesem Grafen zu verdanken.

Das Schloß, daß dem Platz seinen Namen gab existiert nicht mehr. Es wurde bereits 1718 wegen Baufälligkeit abgerissen. Auf diesem Platz stand auch eine 1199 zum ersten Mal schriftlich erwähnte Burg, die dann den Namen Reinoldesburg erhielt. Aus dem Namen Reinoldesburg wurde im Laufe der Jahrhunderte dann Rendsburg.

An dieser Stelle befindet sich heute ein barackenförmiger Bau von 1758, der ursprünglich als Unterkunft für Soldaten diente und in dem sich heute moderne Wohneinheiten für Senioren befinden.

8.

Ehemaliges Amtmannshaus

Amtmandsgarden

Amtmandsgarden ist die dänische Bezeichnung für das Haus des Amtmanns.

Das ehemalige Amtmannshaus wurde 1775 als Wohnhaus des Zollverwalters errichtet und diente bis 1816 als Amtmannssitz. In der Mitte des Hauses führt eine dreiläufige Rokokotreppe ins Haus. Vier Supraportengemälden, die die Jahreszeiten darstellen, befinden sich im Obergeschoss in einem Saal.

Nachdem der Sitz des Amtmanns verlegt wurde, wurde es als Amtsgericht, Arbeitsamt und Flüchtlingsunterkunft genutzt.

9.

Schleusenbecken

Der Pfeil führt Sie zu einem Schleusenbecken, der früheren Verbindung zwischen Kanal und Untereider.

10.

Untereider

Folgen Sie dem Pfeil durch die Unterführung zur idyllischen Untereider. Eine Verbindung zur Obereider besteht nicht mehr. Hier beginnt der etwa 2 km lange Eiderökologie-Informationspfad

11.

Gedenkstein

Der Gedenkstein erinnert an den ersten Schusswechsel zwischen österreichischen und dänischen Soldaten.

12.

Dieses schöne Fachwerkhaus entstand gegen Ende des 17. Jahrhunderts während des Festungsausbaues.

13.

Stadtsee

Das Stadtseegelände erinnert an die großen Wasserflächen der Eider vor dem Absenken des Wasserspiegels durch den Bau des Nord-Ostsee-Kanals. Schilder erklären die hier gepflanzten "Bäume des Jahres".

14.

Pulverschuppen

Die Pulverschuppen, die Nachfolger des 1850 explodierten „Laboratoriums“, dienen heute als Jugendtreff. Hier beginnt auch der Hans-Heinemann-Park mit vielen schönen Kunstwerken.

15.

Kulturzentrum

Das Kulturzentrum der Stadt im „Arsenal“ beherbergt unsere Museen, den Bürgersaal, die Leihbibliothek und die Volkshochschule. Hier lagerten zur Festungszeit Waffen und Ausrüstung der Besatzung.

Die Museen im Kulturzentrum setzen sich aus zwei Museumstypen zusammen, vereint unter dem Dach der dreiflügeligen barocken Anlage des Hohen Arsenals am Rendsburger Paradeplatz. West- und Nordflügel werden im Erdgeschoss vom Druckmuseum und im ersten Obergeschoss durch das Historische Museum Rendsburg belegt.

16.

Paradeplatz

Der „Paradeplatz“, ist ein Mittelpunkt des in 1690 - 95 errichteten barocken Festungsteils „Neuwerk“

Der zwei Hektar große Paradeplatz wurde ehemals als Mittelpunkt der Festung Rendsburg angelegt und entstand im Zuge der Gründung des Stadtteils "Neuwerk".Die Straßen führen strahlenförmig auf den Platz zu, sie erhielten ihre Namen nach der Sitzordnung an der Dänischen Königstafel. Ein Gedenkstein, der ins Pflaster eingelassen wurde, erinnert an die letzte Hinrichtung mit dem Schwert auf dem Paradeplatz.

Der Paradeplatz war damals Schauplatz wichtiger Ereignisse der schleswig-holsteinischen Landesgeschichte und zeugt von Rendsburgs großer Bedeutung als ehemalige Festungs- und Garnisonsstadt. Im Nordischen Krieg zogen 17713 russische und sächsische Truppen auf und während der Napoleonischen Kriege die französischen und spanischen Soldaten des Marschalls Bernadotte.Die dänische Besatzung der Festung kapitulierte 1848 gegenüber der Provisorischen Regierung Schleswig-Holsteins und der Paradeplatz wurde 1851 Zeuge des Aufmarschs preußischer und österreichischer Truppen.

 

17.

Ehemalige Kommandantur

Ehem. Kommandantur, heute Geschäftshaus.  

Die Kommandantur wurde in den 1690er Jahren vom Festungsbaumeister Dominicus Pelli (1657 - 1728) errichtet,

Der dänische König residierte bei seinen Aufenthalten in Rendsburg ab 1761 im Obergeschoss des Gebäudes. In den jahren 1807 - 1808 hielt sich König Christian VII. dauerhaft in der Kommandantur auf. Hier starb er am 13. März 1808.

Den Beinamen "Prinzenpalais" erhielt das Gebäude im Volksmund nach seinem prominenten Bewohner Herzog Friedrich von Glücksburg, Kommandant des in Rendsburg stationierten Regiments. 

 

18.

Christkirche

Im Jahr 1700 wurde die Christkirche als Garnisonskirche eingeweiht. Unter dem Holztonnengewölbe der in Kreuzform gebauten Kirche finden Sie einen herrlich geschnitzten Königsstuhl, eine Kanzel von Hans Pahl, einen eindrucksvollen Orgelprospekt von Arp Schnitger und viele andere Kunstwerke.

Am Paradeplatz, der im Zuge des Festungsbaus 1690 entstand, stehen viele bedeutsame Bauten, die u.a. von dem aus Lugano stammenden Baumeister Domenicus Pelli stammen. Allen voran die Christkirche, die frühere Garnisonskirche (1694/1700), die auf Wunsch des dänischen Königs so ausgelegt wurde, dass die gesamte Garnison - etwa 2000 Personen - darin Platz finden konnte. Der König nahm bei seinen Besuchen in Rendsburg im „Königsstuhl" am Gottesdienst teil.

19.

Seit 1720 besteht die Garnisonsapotheke. Ein größerer quadritscher Stein im Pflaster etwa 40 m vor dem Eingang erinnert an die letzte Hinrichtung mit dem Schwert im Jahre 1725.

20.

Schifffahrtsarchiv

Sie finden das Schifffahrtsarchiv in der Königstraße Nr. 5, der Einkaufsstraße des Neuwerks.

Ein Haus mit Geschichte: Das Schifffahrtsarchiv/Schifffahrtsmuseum, in dem jetzt auf 550 Quadratmeter ein umfassendes Bild der Schifffahrt seit den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts gezeigt wird, wurde 1697 von dem Chirurgus Stubbe erbaut. Über 120 Jahre blieb es im Besitz der Familie Stubbe. Danach beherbergte es eine Schankwirtschaft und ein Geschäft für Kolonial-, Eisen und Kurzwaren, dann ein Café und ein Textilgeschäft, und zuletzt das Restaurant "Der Fischbäcker" und ein Pelzgeschäft.

Die Sanierung und der Ausbau zum Archiv erfolgten durch das Architekturbüro Bock + Bock in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege. Rendsburg ist um ein stilgerecht restauriertes Baudenkmal und um ein Schifffahrtsmuseum reicher geworden.

21.

Jüdisches Museum

Das Jüdische Museum  macht die Facetten des jüdischen Lebens erfahrbar und vermittelt einen Einblick in die jüdische Religion und Kultur.

Das Jüdische Museum Rendsburg gehört zu den ältesten jüdischen Museen in Deutschland. In Schleswig-Holstein ist es der einzige Ort, der umfassend über die Geschichte und Kultur der Juden im Land informiert.
Das bedeutende historische Bauensemble umfasst die 1844/45 errichtete ehemalige Synagoge mit einer original erhaltenen Mikwe und die unmittelbar angrenzende einstige Talmud-Tora-Schule aus dem frühen 19. Jahrhundert. In drei großen Dauerausstellungsbereichen vermittelt das Museum die Geschichte der Juden in Schleswig-Holstein, die jüdische Religion und Identität sowie Kunst von jüdischen Verfolgten des Nazi-Regimes. Sonderausstellungen zu jüdischer Kultur und Geschichte sowie Konzerte, Vorträge und andere Veranstaltungen runden das Programm des Hauses ab.
Seit 2002 gehört das Museum zur Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. Die etwa 6000 Bände umfassende Präsenzbibliothek zur jüdischen Geschichte und Kultur ist nach telefonischer Voranmeldung für Interessierte zugänglich.

22.

Provianthaus

Im ehemaligen Provianthaus lagerte zu Festungszeiten die Verpflegung für die gesamte Garnison. 

Der Festungsbaumeister Dominico Pelli (1657 - 1728) errichtete es in den Jahren 1704 - 1708.

23.

Hauptwache

1848 wurde vor der Hauptwache die Festung Rendsburg durch eine List kampflos an die Schleswig-Holsteiner übergeben.

Die ehemalige Hauptwache wurde vom Festungsbaumeister Dominico Pelli (1657 - 1728) 1692 errichtet. 1848 wurde vor der Hauptwache die Festung Rendsburg durch eine List kampflos an die Schleswig-Holsteiner übergeben.

Im Jahr 1864 wurden fünf Arrestzellen in die Hauptwache eingebaut.

24.

Lornsendenkmal

Das Lornsendenkmal erinnert an die Erhebung der Schleswig-Holsteiner am 24. März 1848.

An den Freiheitskämpfer Uwe Jens Lornsen (1793 - 1838), der 1831 - 1832 in Rendsburg lebte und zeitweilig in der Hauptwache am Paradeplatz inhaftiert war, erinnert das 1878 am Rande des Paradeplatzes errichtete "Lornsendenkmal". Der in Diensten der dänischen Regierung stehende Jurist hatte mit seiner Schrift "Über das Verfassungswerk in Schleswig-Holstein" (1830)  innerhalb der schlewig-holsteinisch-dänischen Auseinandersetzungen auf die Seite der Schleswig-Holsteiner gestellt und zog so den Unmut der dänischen Regierung auf sich.

25.

Stadtpark

Hans-Heinemann-Park

Im Hans-Heinemann-Park mit vielen Stelen und Statuen sehen Sie eine Pflasterarbeit im Waldboden, die das Stadtwappen zeigt.

26.

Hinter der „Weißen Brücke“ hat die Stadtverwaltung seit 1983 im Neuen Rathaus ihren Sitz.

27.

Pellihof

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sehen Sie den „Pelli-Hof“von 1722/23. Er diente Domenico Pelli als Alterssitz und Bauhof.

Der Festungsbaumeister Dominicus Pelli (1657 - 1728) errichtete in den Jahren 1722/23 nach seinen eigenen Plänen das repräsentative Stadtpalais Pellihof. Das Stadtpalais wurde von der Familie Dominicus Pellis sowie seines Bruders Marco Antonio bewohnt. Der südlich Trakt wurde 1752 an den Kanzleirat Hinrich Franz Lawätz verkauft und das übrige Gebäude war bis zum Jahr 1844 im Besitz der Familie Pelli. Der  "Geselligkeitsvereins" Rendsburg hatte ab 1900 den Pellihof in Besitz und später wurde er zu einem Restaurant und Hotel umgebaut.

28.

Stadttheater

Das Stadttheater wurde 1901 für 277.000 Goldmark als Stadthalle auf der zugeschütteten Wasserverbindung zur Obereider errichtet. Da der Grund des zugeschütteten Holstengrabens nicht tragfähig genug war, bilden nun 42 mit Beton verfüllte Brunnen das Fundament. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude nur noch als Theater genutzt. Dazu hatte man steigende Sitze eingebaut, was eine Mehrzwecknutzung nicht mehr zuließ.
Ganz am Ende des Jahrhunderts kam es noch einmal zu wesentlichen Umbauten bei denen neben der Erneuerung der gesamten Technik auch ein Kulissenaufzug angebaut wurde. Wenn auch viele spielerische Elemente weichen mussten, ist das Theater immer noch eine strahlende Attraktion im Stadtbild. Das Stadttheater bestimmt weithin die Szene am Jungfernstieg. Das eindrucksvolle Gebäude wurde 1901 von der Sparkasse gestiftet.

29.

Schauen Sie nach oben -  Der Wächterkopf, oben an der Wand, erinnert an den Standort des Altholsteiner Tores.

30.

Zum Landsknecht

Das älteste Bürgerhaus der Stadt „Zum Landsknecht“ aus dem Jahr 1541 wurde mit grostesken biblischen, volkstümlichen und geschnitzeten Gestalten verziert. Auf der Fassade erkennt man Bettler, Musikant, Ratsherr und Johannes der Täufer. 1951 wurde das Gebäude abgebrochen und die ursprüngliche Fassade wurde unter Wiederverwendung wiedererrichtet. Bis 2011 wurde das Gebäude als Restaurant genutzt. Nach jahrelangem Leerstand wurde aus dem historische Gebäude ein Wohngebäude errichtet und ist im Privatbesitz.Nur noch die Fassade erinnert an das historische Gasthaus.