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Dorfgeschichte

Groß Vollstedt im Nortorfer Land

Eingebettet in sanftes Hügelland, schlängelt sich das Flüsschen Mühlenau in Mäandern durchs liebliche Tal. Ein kleines Dorf kommt in Sicht, das Groß Vollstedt heißt. Nur der Name des Ortes verrät, dass Sie sich nicht in einem Flusstal in Süddeutschland befinden, sondern mitten im hohen Norden, in Holstein: Es lockt das Landschaftsschutzgebiet „Westenseer Endmoräne".

Die Gemeinde mit knapp 1000 Einwohnern zeigt schon in ihrem Wappen, dass ihre Wurzeln bis in vorgeschichtliche Zeiten zurückreichen. Wir sehen ein Megalithgrab auf grünem Grund sowie zwei Eichenblätter. Schon in der Jungsteinzeit siedelten hier Menschen, später wurden bronzezeitliche Hügelgräber errichtet. Groß Vollstedt gehört wohl zu den ältesten noch bestehenden Dörfern des Amtes Nortorfer Land, darauf deutet die Endung „-stedt“ hin. Erstmals erwähnt wurde "Volcstide" vor 1200, die Gründung der Siedlung könnte jedoch schon in der Eisenzeit liegen.

Die wunderschöne Natur in der Gegend lädt Sie zu ausgedehnten Wanderungen, Radtouren oder auch zu einem Bad im Groß Vollstedter See ein. Hier gibt es eine von der Gemeinde in Schuss gehaltene Badestelle und im Ort einen waschechten Wasserturm. Dieser wurde vor beinahe 100 Jahren erbaut und diente einst als Wasserreservoir. Heute ist das Vergangenheit, doch der trutzig anmutende Turm blieb erhalten, denn Eulen und Fledermäuse fühlen sich hier wohl. Des Nachts schwärmen die fliegenden Säugetiere aus und tagsüber hängen sie ziemlich in den Seilen, pardon, von der Decke dieses höhlenartigen Gemäuers herab.

Der Ort befindet sich zwischen Bokel und Warder und ist von Kiel, Neumünster und Rendsburg jeweils etwa 20 Kilometer entfernt. Die Städte sind also weit genug weg, um die herrliche Landschaft des Naturparks Westensee in vollen Zügen zu genießen, aber nah genug, um sich nicht von der Welt abgeschnitten zu fühlen. Über die Autobahn ist man schnell in urbaneren Gefilden. Vor Ort gibt es einen schönen Landgasthof, so dass einem Ausflug hierher nichts im Wege steht.

Impressionen

aus dem Nortorfer Land