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  • Quelle: WSA NOK
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Am 14. September stand an, den Fahrwagen Schuss 1 an seinen Arbeitsort in 42 m Höhe auf die Schwebefährenschiene der Eisenbahnbrücke Rendsburg zu heben. Damit die Arbeiten sicher erledigt werden konnten, wurde bereits am Vorabend der 1. Kran mit einer Tragkraft von 450 t und einem 63,6 m Teleskopausleger auf der Westseite der Brücke für seinen Einsatz positioniert. Der 2. Kran, ein „250-Tonner“ folgte im Morgengrauen zum 14.09. Der in zwei Teile zerlegte Fahrwagen wurde vorab mit den Balanciers ausgerüstet, so dass möglichst wenig Arbeiten in großer Höhe durchgeführt werden mussten. „Schuss 1“ und „Schuss 2“ standen am Morgen des 14.09. bereit, um in die Höhe gehoben zu werden. Der Hub von Schuss 1 verzögerte sich etwas, da die 4 Montagestützen beim Abheben mit den Geländern der Besichtigungskörbe in Berührung kamen. Das Problem wurde sofort vor Ort gelöst. „Schuss 1“ wurde, wie geplant, bei bestem Wetter, Sonnenschein und 1 m/s Windgeschwindigkeit und ohne weitere Probleme von 2 Mobilteleskopkränen zentimetergenau in eine vorbereitete provisorische Lage oben an den Brückenüberbau gehoben und am Nachmittag mit Kettenzügen und Rundschlingen in Position gebracht und gesichert.

Am Mittwoch den 15.09. folgte dann der Hub von „Schuss 2“. Am Morgen wurde der Schuss 2 am Kran mit dem vorbereiteten Hebegeschirr angeschlagen und austariert. Nach dem problemlosen Hub auf die Arbeitshöhe des Fahrwagens war buchstäblich Millimeterarbeit angesagt. Mit 4 m/s Windgeschwindigkeit war äußerstes Fingerspitzengefühl vom Kranfahrer abgefordert, um mit dem 63,6 m Kranausleger den Schuss 2 an den Stoßstellen auf Anweisung des Einsatzleiters passgenau an den Schuss 1 anzusetzen. Die Stoßstellen wurden dann planmäßig verschraubt und Schuss 2 an der Brücke wie bereits Schuss 1 mit Kettenzügen und Rundschlingen in Position gebracht und gesichert.

In den kommenden Tagen werden die Seitenführungsrollen angebaut und der Fahrwagen auf die Schienen abgesetzt. Die Montageanschlagpunkte werden abgebaut und die beiden Stromabnehmer angebaut. Die erste „Testfahrt“ (ziehen mit Seilzug, da die Steuerung noch nicht installiert ist) zum Überprüfen des Zusammenspiels Fahrwagen und Schwebefährenschienen ist in der KW 39 vorgesehen.

Der komplexe Montageablauf erfolgt während des Betriebes von Wasserstraße und Eisenbahnhochbrücke und läuft grob mit folgenden Schritten ab:

1. Schritt: Anlieferung von Brake nach Rendsburg -ERLEDIGT
2. Schritt: Abladen Fahrwagen am Südufer NOK unter der Hochbrücke -ERLEDIGT
3. Schritt: Trennen des Fahrwagens in „Schuss 1“und „Schuss 2“ -ERLEDIGT
4. Schritt: Montage der Balanciers am Fahrwagen „Schuss 1“ und „Schuss 2“ -ERLEDIGT
5. Schritt: Montage Fahrwagen Schuss 1 incl. Balanciers an der Hochbrücke -ERLEDIGT
6. Schritt: Montage Fahrwagen Schuss 2 incl. Balanciers an der Hochbrücke; Verschrauben „Schuss 1“ und „Schuss 2“ -ERLEDIGT
7. Schritt: Abladen der Fahrbühne Südufer NOK unter der Hochbrücke
8. Schritt: Der Fahrwagen wird verkabelt; erste Probefahrt ohne Fahrbühne
9. Schritt: Montage der Seile (Trag- und Diagonalseile an Fahrbühne und Fahrwagen; Kabelverbindung zwischen Fahrbühne und Fahrwagen herstellen
10. Schritt: Probebetrieb und Inbetriebnahme

Die Montage der Neuen Schwebefähre wird voraussichtlich Anfang November abgeschlossen sein. Es schließt sich dann ein Probebetrieb an. Erfahrungsgemäß werden sich eine Reihe von Einstellarbeiten, Fehlerbehebungen und ggf. kleinere Änderungsarbeiten ergeben. Ein erfolgreicher Probebetrieb ist Voraus-setzung der Inbetriebnahme für die öffentliche Personenbeförderung.

Alle Beteiligten verfolgen das Ziel einer unverzüglichen Inbetriebnahme der Neuen Schwebefähre.
Über die weiteren Montageabläufe und die Inbetriebnahme werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Quelle: WSA-Nord-Ostsee-Kanal - Presse (wsv.de)